Der Skandal weitet sich aus: Wieder nur eine Kampagne gegen die AfD?

Überraschende Wende im Fall Bystron: Tschechischer Geheimdienst will Bystron niemals erwähnt haben

von Alexander Wallasch (Kommentare: 7)

"Weder der Premierminister, noch einer der Minister, noch die BIZ (haben) jemals irgendwelche Namen erwähnt“.© Quelle: iDNEZ.cz, Screenshot

Ein Sprecher des tschechischen Geheimdienstes erklärte jetzt gegenüber einer Zeitung, dass der Name Bystron niemals gefallen sei. Das bedeutet nicht weniger, als dass alles, was gegen Bystron und die AfD vorgebracht wurde, Teil einer Wahlkampfkampagne gegen die AfD ist.

Nochmal zur Erinnerung zusammengefasst: Der „Spiegel“ und ein tschechisches Pendant zu den deutschen Linksaktivisten von „Correctiv“ sprechen von einer gemeinsamen Recherche, die ergeben habe, dass der AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron Geld von einem Russland bzw. Putin gegenüber freundlichem Portal genommen haben könnte.

Diese mutmaßende Aussage soll deshalb getroffen worden sein, weil angeblich der tschechische Geheimdienst Informationen an die tschechische Regierung gegeben haben soll, wo der Name Petr Bystron als – immer noch im Konjunktiv – möglicher Geldempfänger genannt worden sein soll. Von Tonbandaufnahmen ist die Rede.

In der Folge wird diese Mutmaßung des „Spiegels“ als AfD-Skandal durch alle etablierten Gazetten gejagt. Im Bundestag wird von den etablierten Parteien eine aktuelle Stunde anberaumt, der polit-mediale Komplex läuft zur Hochform auf. Die Bystron-Story soll der Nachfolger der gefakten Wannseekonferenz 2.0 sein.

Der Redner MdB Dirk Wiese (SPD) empfiehlt Bystron, er solle doch nach Moskau gehen. Und der CDU-Abgeordnete de Vries nennt Bystron und gleich alle AfD-Abgeordneten gar „nützliche Idioten und Vollstrecker von Putin“.

Das Problem nur: Es gibt keinen einzigen Beweis, der belegt, dass Bystron Geld genommen haben könnte. Nicht einmal einen Hinweis, wo oder wann das gewesen sein könnte.

Im Innenausschuss erklärt auch der Chef des deutschen Geheimdienstes, keine Tonbänder gehört zu haben. Zudem soll Thomas Haldenwang dort in etwa gesagt haben, dass es vollkommen gleich sei, die Bystron-Tonbänder mag es geben oder eben nicht.

Aber was sagt der tschechische Geheimdienst genau dazu? Ein Sprecher des Geheimdienstes BIS, Ladislav Šticha, sagte jetzt gegenüber einer der größten tschechischen Tageszeitungen iDNES.cz die entscheidenden Worte: Der Name Bystron sei nie gefallen. Bzw.: Namen seien keine gefallen.

Übersetzt mit DeepL:

„Ladislav Šticha sagt: ,Die Dokumentation über den Fall Voice of Europe ist dreihundert Seiten lang. Und es sei daran erinnert, dass der Adressat unserer Berichte nicht die Öffentlichkeit ist, sondern laut Gesetz der Premierminister, die Minister, der Präsident oder die Strafverfolgungsbehörden. Und wenn Sie sich die verschiedenen Ausgaben ansehen, werden Sie feststellen, dass weder der Premierminister, noch einer der Minister, noch die BIZ jemals irgendwelche Namen erwähnt haben, außer denen auf der Sanktionsliste.'“

Was heißt das? Das bedeutet nicht weniger, als dass der Geheimdienst der tschechischen Regierung gegenüber zwar berichtet habe, aber jetzt klarstellt, dass keine Namen genannt wurden außer jenen, die auf der tschechischen Sanktionsliste stehen, so wie etwa das Nachrichtenportal „Voice of Europe“, das im Zentrum der Affäre steht und dem Bystron und andere vor den Sanktionen einige Interviews gegeben haben sollen.

Wenn das alles so stimmt, dann stellt sich nur noch eine Frage: Wie will das deutsche Parlament, die Regierung, wie wollen die Medien Petr Bystron hier Gerechtigkeit widerfahren lassen? Aber auch diese Frage wurde in der aktuellen Stunde mehrfach beantwortet: Es sei eigentlich vollkommen wurscht, ob es stimme oder nicht, Hauptsache, es schade der AfD. Das ist der aktuelle Zustand, in dem sich dieses Land und die Demokratie befindet.

Und was sagt Petr Bystron selbst dazu? Alexander-Wallasch.de bittet ihn am Samstagmorgen um ein Statement. Bystron erklärt:

"Jeder, der nur über ein Fünkchen gesunden Menschenverstand verfügt, hat von Anfang an gesehen, dass es sich um eine Diffamierungskampagne handelt nach dem gleichen Muster wie schon bereits in mehreren Fällen in der Vergangenheit. Umso entsetzlicher ist es, wie unkritisch fast alle Mainstream-Medien das AfD-feindliche Narrativ übernommen haben. Man muss den Journalisten entweder grenzenlose Dummheit oder Vorsatz unterstellen."

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