Es geht um Vermögenswerte des sanktionierten Konzerns Lukoil – Ölfelder, Raffinerien, Tankstellen, in deutschen Berichten rund 20 Milliarden Dollar.
Laut New York Times brachte Putin das Geschäft am 5. September im Kreml gegenüber Trumps Unterhändlern Jared Kushner und Steve Witkoff selbst zur Sprache, als Signal, dass man wieder Geschäfte machen könne.
Profitieren sollen eine Investorengruppe um den Trump-Spender Todd Boehly, nahöstliche Partner mit Geschäftsbeziehungen zu Kushner oder Witkoff sowie ein Arm der US-Regierung. Die Genehmigung von Washington und Moskau steht noch aus.
Die Trump-kritische New York Times schreibt, die Gespräche über ein Kriegsende hätten sich auf diesen Deal ausgeweitet, der persönliche Geschäftsinteressen im Trump-Umfeld berühre.
Man muss sich die Abfolge vor Augen halten: Über Jahre lief der Energiegasdeal Russland–Europa, Russland–Deutschland, Nord Stream 1 und 2. Im September 2022 fliegen die Leitungen in die Luft. Die deutsche Ermittlung, so das Wall Street Journal im November 2025, zeichnet das Bild einer ukrainischen Spezialeinheit unter damaliger Führung von General Walerij Saluschnyj; Haftbefehle gegen ukrainische Verdächtige folgten, Polen lieferte einen Beschuldigten nicht aus. Ob und wie weit US-Stellen eingeweiht waren, ist bis heute umstritten aber wahrscheinlich. Der US-Investigativ-Journalist Seymour Hersh behauptete eine US-Operation, offiziell bleibt das unbestätigt.
Fakt ist: Die Pipeline, über die das Gas kommen sollte, ist zerstört, der Deal ist tot, und die europäische Energiezusammenarbeit mit Russland wurde mit Gewalt beendet. Also bleibt die Frage, wer davon profitiert.
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Davor lag über ein Jahrzehnt hinweg das lange Engagement der USA, der Dienste und der Wirtschaft in der Ukraine, die NATO-Beitrittsdiskussion, der nicht beendete Krieg in der Ostukraine, die Minsker Verhandlungen unter anderem mit Merkel und Steinmeier. Merkel sagte der Zeit im Dezember 2022, das Minsker Abkommen von 2014 sei „der Versuch gewesen, der Ukraine Zeit zu geben“. Die Ukraine von 2014/15 sei nicht die Ukraine von heute, Putin hätte sie damals überrennen können.
Später, in einem Gespräch, das russische Telefon-Prankster veröffentlichten, bestätigte sie sinngemäß, Minsk habe der Ukraine zwischen 2014 und 2021 Zeit zur Entwicklung gegeben. Dann der völkerrechtswidrige Angriff Russlands im Februar 2022 und das Ende der wirtschaftlichen Zusammenarbeit Europas mit Russland.
Trump versprach im Wahlkampf dutzendfach, den Krieg innerhalb von 24 Stunden zu beenden. CNN listete 53 solcher Äußerungen; in Waco sagte er: „I will have that settlement done within 24 hours.“ Später hieß es, innerhalb von Monaten. Beides ist nicht eingetreten.
Später reisten europäische Staatsoberhäupter nach Washington und sicherten Waffenkäufe in den USA zu, um die leeren Depots wieder zu füllen, die man bereits in die Ukraine geschüttet hatte – Aufrüstung, Wehrpflicht, der ganze Komplex.
Und jetzt, mitten in diesem Krieg, das nächste große Geschäft. Während Friedrich Merz am 1. Oktober in Münster der NATO den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens verlieh und in der Laudatio sagte, gelinge es nicht, „Moskau Einhalt zu gebieten“, werde sich die russische Kriegsmaschinerie früher oder später gegen die NATO selbst richten, fährt er am 4. Oktober mit dem Sonderzug nach Kiew. Solidaritätsbesuch, Wirtschaftsministerin Reiche und Rüstungsunternehmer im Gepäck.
Aus Regierungskreisen: Freigabe von einer Milliarde Euro Militärhilfe aus bereits bewilligten Mitteln plus 350 Millionen für zerstörte Kraftwerke, Abfangdrohnen, gemeinsame Produktion weitreichender Waffen.
Friedenspreis für das Militärbündnis am Donnerstag, Milliardenkoffer am Sonntag, und parallel in Washington Verhandlungen über Lukoil-Assets mit dem Mann, gegen den dieser Krieg geführt wird. Sind wir denn verrückt geworden?
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Kommentar von T S
"America first!"
Hat Trump versprochen, kann keiner sagen er würde nicht liefern.
Ganz im Gegenteil zum bundeskanzelnden Blackrocker dessen einziges gehaltenes Wahlversprechen die selbstzerstörerische Brandmauer ist. Aber wer weiß schon was er andernorten hinter versprochenen Türen versprochen hat...
Und Scholz? Schaute sprachlos zu, und hat zusammen mit seinen Genossen längst "vergessen" was der größte konkrete Terroranschlag gegen die heimische Infrastruktur in der Geschichte der BRD war und nach wie vor ist.
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Kommentar von stephan manus
Merz und seine Ukraine haben sich total verannt. Aufgrund des realiätsfremden Narrativs der Krieg sei "unprovoziert" ist nicht mehr aus der Sackgasse rauszukommen.
Unproviziert bedeuted der Westen hat nichts getan, überhaupt nichts. Der Krig ist einfach so von heute auf morgen plötzlich entstanden. Aus dem Nichts. Ergo ist er ein rein imperialistischer Krieg mit der zwangsläufigen Folge eines Angriffs auch auf Deutschland. Der ZP des russischen Angriffs auf Deutschland ist entweder 2027,2028,2029 bis hin zu 2030 folgert das Narrativ weiter. Unabhängig davon ist das zusätzlich unterstützende Narrativ, dass es bereits heute unzählige tägliche Hybridangriffe auf D seitens Russland gibt (so Merz bei der Ukraine Pressekonferenz).
Die USA/Trump hat das deutsche Narrativ in das Gegenteil verkehrt mit seiner Aussage, dass die Nato diesen Krieg provoziert habe. Deshalb konnte er seriös über Frieden reden/verhandeln.
Deutschland kommt aus seinem Krieg gegen Russland nicht mehr raus, meiner Meinung nach. Entweder bricht Panik aus nach dem Zusammenbruch der Ukraine oder ein Kapitulationsfrieden wird auferzwungen. Der Quasi Vizekanzler Deutschlands=Selenski und der Quasi Vizpräsident der Ukraine=Merz sind hoffnungslos verloren.
Übrigens. Die Reparatur Nord Stream wird mit 500 Mio veranschlagt. Das hätte natürlich die Ukraine zu zahlen. Muss sie aber nicht, weil Merz offensichtlich der Meinung ist, das sei richtig gewesen.
Selenski wurde von 73% der Ukrainer gewählt, weil er Frieden versprach. Beim Lügen vor Wahlen, bei Landesverrat tun sich beide m.E. nichts. Deswegen sind sie wie Vater und Sohn, meiner Meinung nach.
Insgesamt handelt es sich leider um ein Horror Drehbuch mit absehbarem katastropalem Ausgang für die beiden Hauptbeteilgten D + UA.
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Kommentar von Inge H.
Nein, Herr Wallasch, W I R sind nicht verrückt geworden, das ist Merz und die Wählerschaft, die das unterstützt. Ansonsten weiß ich nicht mehr, was ich dazu noch sagen soll....
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Kommentar von Pat Mair
Verrückt und grenzenlos dumm sind die Wähler, die das alles mit ihrer Stimme erst ermöglichen.
Diese Politiker folgen nur ihren Lobby Interessen 💰🪙💰